Länderübergreifender BiSS-Workshop am 26. November 2014 in Hannover

Was ist eine „Hallesche Bemme“?
Was ist eine „Hallesche Bemme“? Mit Common Craft Videos ist das schnell und anschaulich erklärt.
Bildrechte: BiSS-Verbund „Wikipedia-AG“, Hannover

Digitale Medien helfen Schülerinnen und Schüler, Texte zu verstehen und eigene Texte zu verfassen. Dieser Leitgedanke prägte den BiSS-Workshop „Medieneinsatz: Schreiben und Lesen mit digitalen Medien I“, der am 26. November 2014 in Hannover stattfand. Gastgeber war der niedersächsische BiSS-Verbund „Wikipedia-AG“. Als Gäste angereist waren Vertreterinnen und Vertreter der Verbünde „Experten für das Lesen – Sekundarstufe I“ und „Leseschule NRW (Sekundarstufe)“ aus Nordrhein-Westfalen sowie des Verbunds „Sprachliche Bildung und Förderung im Fächerkanon der Sekundarstufe“ aus Sachsen-Anhalt.

Der pädagogische Mehrwert digitaler Medien wurde im einführenden Überblicksreferat des Deutschdidaktikers Prof. Dr. Matthias Ballod von der Universität Halle aufgefächert und vertieft. Der Praxistest fand anschließend in den beiden parallelen Arbeitsgruppen statt. Eine Gruppe arbeitete sich in die Feinheiten von Wikipedia ein und fand Ansatzpunkte für Schüleraktivitäten im Bereich Lesen und Schreiben. Die andere Gruppe entwickelte und realisierte in drei länderübergreifenden Teams kleine Erklärvideos im Stil von Common Craft, unter anderem zur „Halleschen Bemme“ (einem originell belegten Brot) und zur Nützlichkeit des Geodreiecks.

Am Ende stand die Einsicht, dass sich das Arbeiten mit Wikipedia und mit Common-Craft-Erklärvideos sehr gut ergänzt. Während Wikipedia mit seinen langen, schriftsprachlichen Artikeln einen idealen Startpunkt für die Arbeit mit Texten bietet, kann das Erklärvideo mit dem Zwang zur pointierten, mündlichen Darstellung gut den Endpunkt eines Verstehensprozesses markieren. In beiden Fällen motivieren die digitalen Medien die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten und zur Überwindung sprachlicher Hürden.

Die drei Ländergruppen vermischten sich bei dem Workshop gut, und die niedersächsischen Gastgeber konnten ihre ersten unterrichtspraktischen Erfahrungen mit den beiden vorgestellten medialen Tools gut weitergeben und in der praktischen Arbeit vertiefen. Einig war man sich, dass diesem ersten Workshop weitere im Cluster „Medieneinsatz“ folgen sollten.