PISA 2015: Lesekompetenz in Deutschland ist seit 2009 deutlich gestiegen

20.12.2016 //

Titelseite des Berichtsbandes PISA 2015
Titelseite des Berichtsbandes
Bildrechte: Waxmann
Am 6. Dezember 2016 wurden in Berlin die Ergebnisse der sechsten Erhebungsrunde des „Programme for International Student Assessment (PISA)“ vorgestellt. Die PISA-Studie erfasst und vergleicht auf Initiative der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) im Abstand von drei Jahren die Leistungen fünfzehnjähriger Schülerinnen und Schüler weltweit in den Kompetenzbereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen, wobei jeweils ein Kompetenzbereich als Schwerpunkt genauer untersucht wird. In den Jahren 2000 und 2009 war dies die Lesekompetenz, 2003 und 20012 die mathematische Grundbildung und 2006 und 2015 die Kompetenz in den Naturwissenschaften.
Für PISA 2015 wurden in Deutschland im Frühjahr 2015 die Kompetenzen von rund 6.500 fünfzehnjährigen Schülerinnen und Schülern aller Schularten getestet. Weltweit nahmen 530.000 Jugendliche gleichen Alters in 72 Ländern teil, darunter die 35 Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die die Studie koordiniert. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiteten in einem 2-stündigen Test Aufgaben aus dem Schwerpunktbereich Naturwissenschaften und den Nebenbereichen Mathematik und Lesen sowie Fragebögen zu Themen wie Unterricht und Schule sowie zur sozialen Herkunft. Befragt wurden außerdem die Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern. Bei der Bearbeitung der PISA-Aufgaben war nicht nur die Reproduktion von Gelerntem gefragt, sondern die Fähigkeit zur Abstraktion von Wissen und die kreative Anwendung auf unbekannte Probleme. Im Bereich Lesen wurden die Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler, geschriebene Texte unterschiedlicher Art in ihren Aussagen, ihren Absichten und ihrer Form zu verstehen sowie diese in einen größeren Zusammenhang einordnen zu können, untersucht. Die Testaufgaben bezogen sich auf verschiedene Situationen (z. B. private, bildungs- und berufsbezogene Situationen) und auf unterschiedliche Textarten (z. B. Erzählungen, Anleitungen).

Im Kapitel 7 der Publikation „PISA 2015: Eine Studie zwischen Kontinuität und Innovation“ (S. 249-283) beschreiben Mirjam Weis, Fabian Zehner, Christine Sälzer, Anselm Strohmaier, Cordula Artelt & Maximilian Pfost wie sich die Lesekompetenz der Fünfzehnjährigen im internationalen Vergleich und in Deutschland darstellt. Eine Zusammenfassung des Kapitels können Sie lesen unter:
www.lesen-in-deutschland.de.

Die gesamte Studie steht zum Download zur Verfügung unter: www.pisa.tum.de

Christine Schuster, schuster@dipf.de