Neue Studie zum Umgang mit Vielfalt in der Schulpraxis erschienen

15.05.2017 //

Titelseite der Studie
Titelseite der Studie
Bildrechte: Friedrich-Ebert-Stiftung

Die Studie „Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht“ von Prof. Dr. Miriam Vock, Universität Potsdam, und Dr. Anna Gronostaj, Deutsche Schulakademie, zeigt, wie der Umgang mit Vielfalt in der Schulpraxis gelingen kann und was dafür an neuen Lernformen, Materialien und Personal nötig ist.

Die Zeit der schnellen Lösungen, die anfangs zur Integration von neu zugewanderten Kindern notwendig waren, ist vorbei. Sprachförderung bedeutet beispielsweise nicht nur, kurzfristig die Alltagssprache zu lernen, wenn etwa ein Viertel aller Fünfjährigen einen Sprachförderbedarf im Deutschen aufweist. Für viele Schülerinnen und Schüler ist die durchgängige Förderung der Bildungssprache im Fachunterricht wichtig.

Die Studie bildet aus der Perspektive der empirischen Bildungsforschung Dimensionen von Heterogenität ab. Heterogenität im Klassenzimmer entsteht aus unterschiedlichen Merkmalen: Die Studie unterscheidet den familiären Hintergrund und das individuelle Lernpotenzial. Zehntausende neu zugewanderte Kinder und Jugendlichen bringen neue Facetten von Heterogenität in die Schulen. Sonderpädagogische Förderbedarfe oder chronische Krankheiten sind weitere Dimensionen von Heterogenität, ebenso unterschiedliche Rollenerwartungen an Mädchen und Jungen.

Die Studie im pdf-Format zum Download