Studie zum Bildungserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund

07.07.2017 //

Viele Lehrkräfte haben geringere Leistungserwartungen an türkeistämmige Kinder als an Schülerinnen und Schüler ohne Migrationshintergrund. Das kann sich negativ auf den Bildungserfolg auswirken.

Die unterschiedlichen Erwartungen liegen zum Teil darin begründet, dass die Lehrerinnen und Lehrer muslimischen Kindern eine weniger starke Bildungsorientierung unterstellen, auch wenn sie kultureller Vielfalt vergleichsweise liberal gegenüber stehen. Diese Vorurteile der Lehrkräfte wiederum wirken sich auf das Verhalten der Kinder aus. Sie verinnerlichen negative Stereotpe und erbringen schlechtere Leistungen. Das ergab eine Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations-und Migrationsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin und des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration. Sie untersucht die Bedeutung von Einstellungen und Erwartungen von Lehrkräften für migrationsbezogene Ungleichheiten im Bildungssystem und zeigt Strategien auf, mit denen die Leistungen von benachteiligten Schülerinnen und Schülern gezielt gefördert werden können.

Die Studie zum Download