Zur Historie
Im Jahr 2012 wurde das Mercator-Institut von der Stiftung Mercator als „Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache“ gegründet, um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Sprachförderbedarf zu erhöhen. Mit der Initiierung dieses bundesweit einmaligen wissenschaftlichen Instituts reagierten die Stiftung und die Universität zu Köln weiterhin auf die wachsende sprachliche Heterogenität an deutschen Schulen. Im Jahr 2024 lief die Förderung durch die Stiftung Mercator aus und seitdem ist das Mercator-Institut ein reines Institut der Universität zu Köln.
Bei der Gründung der Bund-Länder-Initiative “Bildung durch Sprache und Schrift” (BiSS) im Jahre 2013 war das Mercator-Institut von Anfang mit beteiligt und hat bei der Folgeinitiative “Transfer von Sprache und Schrift” (BiSS-Transfer) ab dem Jahr 2020 die Gesamtkoordination der Initiative und des angeschlossenen Forschungsnetzwerks übernommen. Auch die Leitstelle BiSS-Transfer wird seit Anfang 2026 durch das Mercator-Institut koordiniert. Ziel war und ist es weiterhin die sprachliche Bildung sowie die Lese- und Schreibförderung von Kindern und Jugendlichen zu stärken.
Gleiche Mission – geschärfter Fokus – neuer Name
Seit der Gründung des Mercator-Instituts im Jahr 2012 hat sich viel bewegt und das Institut hat zahlreiche Erfolge gefeiert, Zwischenziele erreicht und neue Herausforderungen angenommen. Eine Sache ist in all diesen Jahren jedoch gleichgeblieben: Das Mercator-Institut möchte durch seine vielfältige Arbeit zu mehr Chancengleichheit in einer mehrsprachigen Gesellschaft beitragen. Denn die sprachliche Vielfalt stellt ein zentrales Merkmal der Gesellschaft und des gesamten deutschen Bildungssystems dar und nach Ansicht des Instituts sollte es daher die Aufgabe aller Bildungsinstitutionen sein, diese Ressource wertschätzend zu berücksichtigen, didaktisch zu nutzen und aktiv zu fördern.
In Reaktion auf aktuelle Entwicklungen in Bildung und Gesellschaft stehen heute insbesondere die Berücksichtigung von Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung zur Entwicklung alltags-, fach- und bildungssprachlicher Kompetenzen im Deutschen im Fokus des Instituts. Um dieser Neuausrichtung Ausdruck zu verleihen, firmierte das Mercator-Institut Anfang Juli 2026 seinen Namen in „Mercator-Institut für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung“ um.
Die Arbeit des Instituts richtet sich auch in Zukunft an einen weiten Kreis von Adressat:innen und Kooperationspartner:innen: Durch Forschung, Lehre und Transfer zu sprachlicher Bildung in einer mehrsprachigen Gesellschaft können Prozesse zur Steigerung systemischer Bildungsgerechtigkeit in Gang gebracht werden – und dafür setzt das Mercator-Instituts für Mehrsprachigkeit und sprachliche Bildung auf vielfältige Formen der ko-konstruktiven Zusammenarbeit mit diversen Bildungsakteur:innen.
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