Lesen ist eine zentrale Voraussetzung für den Wissenserwerb in allen Fächern und eine wesentliche Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe. Für viele Schülerinnen und Schüler ist es jedoch schwierig, Texte flüssig und sinnentnehmend zu lesen. Hier setzt das Forschungsvorhaben zur systematischen Förderung der Leseflüssigkeit und der Lesestrategien an.
(Auszug aus der BiSS-Transfer-Abschlusspublikation, 2024)
Sie können den Beitrag zu Lese-BiSS auch auch hier downloaden.
Alle Ergebnisse aus den Forschungsnetzwerken von BiSS-Transfer finden Sie in unserer Abschlusspublikation BiSS-Transfer: Potenziale sichern. Arbeitsergebnisse, Länderperspektiven und Impulse (2024).
Darüber hinaus wurden drei Manuskripte basierend auf den Daten verfasst:
Im ersten Manuskript (eingereicht beim „Journal of Education“) wurden die Interventionseffekte auf der Ebene der Lehrkräfte untersucht. Es zeigte sich, dass Lehrkräfte in der Experimentalgruppe im Vergleich zur Wartekontrollgruppe nach einem Jahr positive Effekte in Bezug auf Wissen und Selbstwirksamkeit in der Leseförderung aufwiesen. Auch nach eineinhalb Jahren, als die Unterstützung durch die Multiplikator:innen endete, hielten die positiven Effekte an und weiteten sich auf verbessertes Kooperationsverhalten unter den Lehrkräften aus.
Das zweite Manuskript (eingereicht beim „European Journal of Psychology in Education“) untersuchte, wie sich die Überzeugungen und das Verhalten der Lehrkräfte während der Implementation veränderten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einschätzungen zur Akzeptanz und Machbarkeit über die Zeit auf einem hohen Niveau stabil blieben, während Selbstwirksamkeit und adaptives Verhalten der Lehrkräfte signifikant zunahmen. Gleichzeitig nahm die Nutzung des Lese-Sportlers und die Wiedergabetreue im Verlauf der Zeit ab.
Im dritten Manuskript (eingereicht bei „Studia Pedagogica“) wurde die Zufriedenheit der Lehrkräfte mit dem Fortbildungsprogramm näher untersucht. Hier wurde ein Zusammenhang zwischen der Zufriedenheit der Lehrkräfte mit dem Fortbildungsprogramm und der Wahrnehmung der Kompetenz der Multiplikator:innen sowie der erwarteten Lernerfolge der Innovation festgestellt. Die Zufriedenheit mit dem Fortbildungsprogramm erwies sich zudem als bedeutender Prädiktor für die nachhaltige Nutzung des Lese-Sportlers im Unterricht.
Weiterführende Veröffentlichungen und Publikationen zu den Ergebnissen des Teilprojekts „Lese-BiSS“ aus dem BiSS-Transfer-Forschungsnetzwerk sind:
Das erste Ziel war, Lehrkräften ein Programm zur differenzierten Leseförderung für den Unterricht zur Verfügung zu stellen. Mit dem „Lese-Sportler“ wurde ein Programm entwickelt, das je nach Lernstand des Kindes passende Methoden und Texte anbietet. Auf diese Weise können Kinder auf dem für sie passenden Niveau abgeholt werden. Das Konzept basiert dabei auf Fördermaßnahmen, die sich nachweislich als wirksam erwiesen haben.
Der „Lese-Sportler“ umfasst:
Zweites Ziel war, zu untersuchen, welche Bedingungen beim Einsatz des Programms im Unterricht besonders förderlich sind. Dies liefert wichtige Erkenntnisse darüber, wie Trainingskonzepte in die Praxis übertragen werden können.
Schließlich wurde untersucht, in welchem Maße sich die Lesekompetenzen der am Training teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verbessern und als wie wirksam das Programm von Lehrkräften eingeschätzt wird.
Die 1. Durchgangswelle des Projekts ist bereits gestartet. Schulen können sich für diese Durchgangswelle nicht mehr anmelden.
Prof. Dr. Elmar Souvignier
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung
Mareike Ehlert
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung
Telefon: (0251) 83-341 67
E-Mail: mareike.ehlert@uni-muenster.de
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