Forschungsnetzwerk

Das Forschungsnetzwerk BiSS-Transfer hat das Ziel, gesicherte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie wissenschaftlich evaluierte Maßnahmen zur sprachlichen Bildung in die Praxis transferiert werden und welche Bedingungen vorliegen müssen, damit sie ihre Wirkung in der Praxis entfalten können.

Ziele

Eine Reihe von Maßnahmen zur sprachlichen Bildung hat sich bei der Erprobung in Forschungsprojekten als wirksam erwiesen; andere hingegen nicht. Die Übertragung und Umsetzung erfolgreicher Konzepte in den schulischen Alltag gelingt häufig nur bedingt und mit geringen messbaren Effekten auf die sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Ziel des Forschungsnetzwerks BiSS-Transfer ist es daher, gesicherte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie wissenschaftlich evaluierte und nachweislich wirksame Maßnahmen zur sprachlichen Bildung effektiv und erfolgreich in die Praxis bei unterschiedlicher Ausgangslage und Kontextbedingungen transferiert werden können, und unter welchen Bedingungen sie ihre Wirkung auf den unterschiedlichen Ebenen des Bildungssystems bestmöglich entfalten.

Thematische Schwerpunkte

Das Forschungsnetzwerk arbeitet multidisziplinär und anhand verschiedener thematischer Schwerpunkte, etwa zum Lesen und Schreiben, zum sprachlichen Lernen in fachlichen Kontexten und zur Nutzung von VERA 8-Ergebnissen im Unterricht. Das Netzwerk koordiniert zwei große Studien in der Primarstufe sowie in der Sekundarstufe. Es untersucht den Verlauf der Implementation von der Fortbildung von Lehrkräften durch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, den Adaptionen der Ansätze zur sprachlichen Bildung durch die beteiligten Schulen und Lehrkräfte bis hin zu den Wirkungen bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern.

Im Fokus der Interventionen stehen sowohl trainingsförmige als auch unterrichtsbegleitende Transferformate zu insgesamt sechs Schwerpunkten:

  • Lesen und Leseförderung, Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster
  • Schreiben und Schreibförderung, Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, Universität zu Köln
  • Unterrichtsentwicklung mit VERA 8, Institut für Deutsche Sprache und Literatur II, Universität zu Köln; Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB)
  • Sprachsensibler Mathematikunterricht, Deutsches Zentrum für Lehrerbildung Mathematik, Technische Universität Dortmund
  • Multiplikation und Fortbildung, Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, Universität zu Köln
  • Wirkungsketten bei Schülerinnen und Schülern in der Grundschule, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Mitglieder

Am Forschungsnetzwerk beteiligt sind:

  • Deutsches Zentrum für Lehrerbildung Mathematik, Technische Universität Dortmund (Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Prediger)
  • DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (Projektleitung: Prof. Dr. Marcus Hasselhorn)
  • Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) (Projektleitung: Dr. Sofie Henschel und Prof. Dr. Petra Stanat)
  • Institut für Deutsche Sprache und Literatur II, Universität zu Köln (Projektleitung: Prof. Dr. Jörg Jost)
  • Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Projektleitung: Prof. Dr. Elmar Souvignier)
  • Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, Universität zu Köln (Projektleitung: Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek und Prof. Dr. Hans-Joachim Roth)

Das Trägerkonsortium BiSS-Transfer übernimmt die Koordination des Forschungsnetzwerks. Es speist die gewonnenen Erkenntnisse über das bundesweite Netzwerk von BiSS-Transfer in die Ländervorhaben ein, sodass sie in den Implementationsprozessen Berücksichtigung finden können.

 

Ansprechpartnerin im Trägerkonsortium:

Dr. Kathrin Hippmann, Koordination Forschungsnetzwerk BiSS-Transfer
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
E-Mail: kathrin.hippmann@mercator.uni-koeln.de
Tel.: 0221 470 5793

 

Eine Übersicht über das Team des Forschungsnetzwerks finden Sie unter Ansprechpersonen.