Eine wesentliche Voraussetzung für eine entwickelte Lese- und Schreibfähigkeit ist das mühelose Beherrschen der hierarchieniedrigen Fertigkeiten: Nur wer Texte flüssig lesen und schreiben kann, hat genügend kognitive Kapazitäten frei für anspruchsvolle Aufgaben wie das Verstehen oder Planen von Texten.
In dem Forschungsprojekt werden zunächst geeignete Messverfahren für die Lese- und Schreibflüssigkeit in der Sekundarstufe entwickelt. Diese stehen zum einen als diagnostische Verfahren für die Schulpraxis und weitere Forschung zur Verfügung und werden zum anderen für eine Intervention benötigt, die in der zweiten Projektphase konzipiert und durchgeführt wird. Zielgruppen des Tests und der Intervention sind Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Erst- und Zweitsprache. Zu den erwarteten wissenschaftlichen Ergebnissen zählen vor allem Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen hierarchieniedrigen und -hohen Fertigkeiten sowie zwischen Lese- und Schreibfähigkeiten.
Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Prof. Dr. Hilde Haider und Prof. Dr. Hans-Joachim Roth von der Universität zu Köln.
Laufzeit: 01.11.2015–30.04.2019
Fördersumme: 774.316 €
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