Welche Möglichkeiten zur Nutzung digitaler Medien im sprachbildenden Unterricht sehen Akteurinnen und Akteure in der Lehrkräftefortbildung? Welche Sichtweisen haben Fortbildende im Bereich der sprachlichen Bildung zum Einsatz digitaler Tools? Antworten auf diese Fragen liefern zwei Veröffentlichungen, die im vergangenen Jahr auf Basis der Erkenntnisse des BiSS-Transfer-Forschungsprojekts „Multi-BiSS“ entstanden sind.
Erkenntnisse aus Interviews mit BiSS-Verbundkoordinatorinnen und -koordinatoren
Ende vergangenen Jahres ist in der Zeitschrift „MedienPädagogik“ ein Beitrag von Cedric Lawida, Mitglied des Forschungsnetzwerks der Initiative BiSS-Transfer, erschienen. Der Artikel befasst sich mit dem Thema „Welche Gestaltungsmöglichkeiten sprachbildenden Unterrichts mit digitalen Medien werden in der dritten Phase der Lehrkräftebildung thematisiert?“ und gibt Einblicke in Schulnetzwerke der Initiative BiSS-Transfer.
Schulnetzwerke sind die rund 90 regionalen Verbünde, die deutschlandweit in den Initiativen BiSS und BiSS-Transfer entstanden sind. Mehrere Schulen – und je nach Thema auch Kitas – arbeiten dabei gemeinsam daran, Konzepte und Methoden zur sprachlichen Bildung in ihren Einrichtungen umzusetzen. 2023 wurden Interviews mit mehreren Koordinatorinnen und Koordinatoren dieser Schulnetzwerke geführt und für den Beitrag ausgewertet. Die Untersuchung zeigt etwa, dass neue didaktische Möglichkeiten digitaler Medien diskutiert und genutzt werden, um das sprachliche Lernen – insbesondere im Bereich der Leseförderung – zu unterstützen. Häufig genutzte Tools sind Lern-Apps, auditive Medien wie Podcasts oder Textverarbeitungsprogramme.
Nach welchen Kriterien Fortbildende digitale Medien in der Sprachbildung einsetzen
Ein weiterer Beitrag, der 2025 in der „Zeitschrift für Sprachlich-Literarisches Lernen und Deutschdidaktik“ (SLLD-Z) erschienen ist und ebenfalls aus den Interviews mit den BiSS-Verbundkoordinatorinnen und -koordinatoren hervorgegangen ist, gibt Einblicke in die „Begründungsmuster zur Gestaltung sprachbildenden Unterrichts mit digitalen Medien aus der Perspektive von Akteur:innen in der Lehrkräftefortbildung“.
Die Studie zeigt, nach welchen Kriterien die Verbundkoordinatorinnen und -koordinatoren digitale Medien bewerten und einsetzen. Zentrale Rolle spielt dabei die Frage, welchen Mehrwert digitale gegenüber analogen Medien für das sprachliche Lernen von Kindern und Jugendlichen bieten können. Autorinnen und Autoren des Artikels sind Cedric Lawida, Ina-Maria Maahs und Jonathan Schiller – alle tätig am Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln.
Die Ergebnisse beider Artikel geben Aufschluss darüber, wie die Einbindung digitaler Medien in den sprachbildenden Unterricht in der Lehrkräftefortbildung thematisiert wird und liefern wichtige Anknüpfungspunkte für die Weiterentwicklung entsprechender Fortbildungsangebote.
BiSS-Café zu digitalen Medien in der Sprachbildung im April
Im BiSS-Café am 7. April wird das Thema „digitale Medien in der Sprachbildung“ von Cedric Lawida erneut aufgegriffen. Er wird die Weiterentwicklung des Methodenpools des Mercator-Instituts vorstellen, in dem auch viele Nutzungsmöglichkeiten digitaler Medien als Lernmittel und Lerngegenstand aufgezeigt werden. Zu diesem Termin sind auch Verbundkoordinator:innen und weitere in der Sprachbildung engagierte Personen herzlich eingeladen, um von Entwicklungen in den vergangenen Jahren zu berichten und sich gemeinsam auszutauschen.
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