Fortbildungen für Lehrkräfte: Worum geht es im BiSS-Baustein „Mehrsprachigkeit in der Schule“?

Posted on: Februar 23rd, 2026 by Denise Krell

Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte in Schulen und Kitas mit Fortbildungen zu unterstützen, ist eine wichtige Aufgabe der Leitstelle „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS). Viele verschiedene Kurse und Lerneinheiten zur sprachlichen Bildung stehen dazu auf einer Fortbildungsplattform zur Verfügung. Sie vermitteln praxisnahe und sofort anwendbare Tipps und Methoden für angehende und praktizierende Fach- und Lehrkräfte – so etwa auch der Baustein „Mehrsprachigkeit in der Schule“.

Mehrsprachigkeit als schulische Normalität

Mehrsprachigkeit stellt sowohl im außerschulischen als auch im schulischen Alltag vielerorts den Regelfall dar. Beziehen Lehrkräfte diese sprachliche Vielfalt in ihren Unterricht mit ein, können sie viel bewirken. Denn sie nehmen Kinder in ihrer gesamtsprachlichen Identität wahr, zeigen ihnen, dass sie ihre Mehrsprachigkeit wertschätzen und können zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen sowie monolinguale und diskriminierende Strukturen aufbrechen. Das entsprechende Fortbildungsangebot will Lehrkräfte hierbei unterstützen.

Die Blended-Learning-Fortbildungen von BiSS

Bei den Blended-Learning-Fortbildungen von BiSS handelt es sich um ein Fortbildungsangebot, insbesondere für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, zu vielseitigen Themen rund um die sprachliche Bildung. Die BiSS-Fortbildungen kombinieren E-Learning auf der digitalen Plattform www.biss-fortbildung.de mit Präsenzveranstaltungen.

 

Der Vorteil für die Teilnehmenden liegt in der großen zeitlichen und räumlichen Flexibilität. Interessierte können ganze Kurse besuchen oder auch einzelne Einheiten und Bausteine belegen. Die Teilnehmenden werden fachkundig begleitet und können sich mit anderen Lehr- und Fachkräften aus Schulen und Kitas austauschen und vernetzen.

 

Weitere Informationen zum BiSS-Blended-Learning

Für Lehrkräfte aller Schulstufen

Der Baustein „Mehrsprachigkeit in der Schule“ richtet sich an Lehrkräfte aller Schulstufen und kann sowohl einzeln als auch im Rahmen kompletter Kurse absolviert werden. Der Baustein führt in das Thema ein, behandelt die Grundlagen des mehrsprachigen Spracherwerbs und räumt mithilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse mit Mythen auf. Die Teilnehmenden lernen, warum es wichtig ist, Mehrsprachigkeit im Rahmen der Schule zu fördern und zu unterstützen, und wie sie dies mit ganz einfachen Mitteln bewerkstelligen können.

Dazu begleiten die Teilnehmenden die Avatare Hasan und Luna in ihrer Schule. Anhand von praktischen Beispielen erhalten Lehrkräfte so Einblicke in theoretische Grundlagen, den mehrsprachigen Spracherwerb und die mehrsprachige Kommunikation. Hasan und Luna erfahren zum Beispiel, dass Mehrsprachigkeit den Beginn von Alzheimer-Demenz um bis zu vier Jahre verzögern kann. Außerdem erfahren sie, dass eine Person mehrere Erst- oder Zweitsprachen haben kann und dass die Unterscheidung mit dem Zeitpunkt des Erwerbsbeginns der Sprache(n) zusammenhängt. Das wird deutlich, indem die Teilnehmenden sich die Sprachen in einer Klasse genauer ansehen.

Hasan und Luna unterhalten sich zu dem Thema Mythen der Mehrsprachigkeit, die sie aus ihrem Alltag in der Schule kennen. Bild: Mercator-Institut

Kurz darauf lernen die Teilnehmenden im Rahmen der Geschichte des Bausteins die AG Mehrsprachigkeit kennen, ein Zusammenschluss aus Lehrkräften der fiktiven Schule, die sich viel mit dem Thema Mehrsprachigkeit auseinandersetzt: Salim, Paloma, Nina, Hasan und Luna arbeiten nun gemeinsam, diskutieren und nehmen die an der Fortbildung mitwirkenden Lehrkräfte mit in ihre Austauschrunden.

Die AG Mehrsprachigkeit stellt sich vor. Bild: Mercator-Institut

Einblicke in Methoden, Material und digitale Tools zur Mehrsprachigkeit

Nicht nur der Unterricht selbst bietet Möglichkeiten, um die Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler einzubeziehen. Auch Methoden und Ideen für die Material- und Raumgestaltung sowie Kooperationsvorschläge werden vorgestellt und gemeinsam entwickelt.

So lernen die Teilnehmenden beispielsweise den Methodenpool des Mercator-Instituts kennen. Dieser hält nicht nur Anregungen für die mehrsprachige Unterrichtsgestaltung bereit, sondern auch Vorschläge für deren digitale Umsetzung.

Weiterhin erfahren Lehrkräfte praxisnah und kurzweilig, wie sie die Lernumgebung aktiv mehrsprachig gestalten können. Ein Beispiel ist, alle Sprachen der Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte sowie weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schule sichtbar zu machen. Das kann etwa durch Plakate, Selbstporträts oder Beschriftungen im Schulgebäude geschehen. Wichtig ist hierbei, dass kein Bezug zu Nationalitäten hergestellt wird, sondern der Fokus bei den Sprachen bleibt.

Mehrsprachige Material- und Raumgestaltung, Bild: Mercator-Institut

Mehrsprachigkeit im Kollegium und im Schulentwicklungsprozess verankern

Oft stehen Lehrkräfte vor der Herausforderung, dass sie ihren Unterricht mehrsprachigkeitssensibel gestalten, sich damit aber im Schulgeschehen eher allein fühlen. Die AG Mehrsprachigkeit in der Geschichte der BiSS-Einheit steht vor einem ähnlichen Problem und möchte gerne einen Schulentwicklungsprozess anstoßen, um das Thema im System der Schule nachhaltig zu verankern.
Die Lernenden begleiten die AG durch diesen Prozess, erfahren wie dieser aussehen könnte und erhalten durch konkrete Beispiele und Erklärvideos erste Einblicke und Anregungen.

Hasan und Luna unterhalten sich zu dem Thema Mythen der Mehrsprachigkeit, die sie aus ihrem Alltag in der Schule kennen. Bild: Mercator-Institut

Das insbesondere der Anfang eines Schulentwicklungsprozesses schwer ist, erfährt auch die AG. Sie sind ziemlich ratlos und haben große Schwierigkeiten SMARTe Ziele für ihre Schule zu formulieren. Hierbei handelt es sich um Ziele, die spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und eindeutig terminiert sind. In dem Baustein „Mehrsprachigkeit in der Schule“ auf der passwortgeschützten BiSS-Fortbildungsplattform werden Lehrkräfte motiviert, bei der Entwicklung dieser Ziele aktiv zu unterstützen.

Da die Zielformulierung ein zentraler Bestandteil eines (mehrsprachigkeitssensiblen) Schulentwicklungsprozesses ist und zunächst Ideen dafür benötigt werden, bietet die letzte Einheit des Bausteins daher ein paar konkrete Anregungen: Die Avatare Hasan und Luna haben viel recherchiert und Projekte in Deutschland und aus der ganzen Welt zusammengetragen, die sich auf die ein oder andere Art und Weise mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Lehrkräfte können so einige wertvolle Impulse für eigene Zielformulierungen mitnehmen, die sie in ihrer Schule direkt anwenden können.

Die AG Mehrsprachigkeit schaut sich die Teilbereiche eines Schulentwicklungsprozesses einer fiktiven Schule an. Bild: Mercator-Institut
Schulen und ihre mehrsprachigen Konzepte. Bild: Mercator-Institut

Wie lange dauert das BiSS-Fortbildungsangebot zur Mehrsprachigkeit?

Um den gesamten Baustein zu bearbeiten, sollten Lehrkräfte oder weitere Interessierte fünf bis sechs Stunden Bearbeitungszeit einplanen. Das BiSS-Blended-Learning-Team empfiehlt, eine Einheit pro Woche zu bearbeiten und sich demnach im Rahmen eines Monats mit dem Baustein zu beschäftigen. Im Blended-Learning-Format vorgesehen sind zudem ein bis zwei synchrone Veranstaltungen, um die Inhalte zu besprechen und weiterführend mit anderen Teilnehmenden zu bearbeiten.

Fach- und Lehrkräfte können sich also in nur vier Wochen mit dem Thema Mehrsprachigkeit in der Schule sowie dem Thema mehrsprachigkeitssensible Schulentwicklung vertraut machen und viele Impulse mitnehmen, wie der Unterricht in mehrsprachigen Klassen effizient und wertschätzend gestaltet werden kann.

Das Foto zeigt Marlen Wendland, Content-Entwicklerin der Leitstelle BiSS. Bild: privat
Autorin
Marlen Wendland
Content-Entwicklerin der Leitstelle BiSS am Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
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Fortbildung zur sprachlichen Bildung: So können Lehrkräfte und Kita-Fachkräfte die BiSS-Blended-Learning-Kurse nutzen

Posted on: Februar 23rd, 2026 by Denise Krell
Das Foto zeigt unsere Mitarbeiterin Annik Köhne. Bild: A. Etges/Trägerkonsortium BiSS-Transfer
Annik Köhne

Mit welchen Maßnahmen können Lehrkräfte ein diagnosebasiertes Lesetraining in ihren Klassen umsetzen? Wie lassen sich Sprachkompetenzen feststellen? Und welche Möglichkeiten gibt es, um mehrsprachige Kompetenzen von Kindern in Unterricht und Kita zu nutzen? Auf diese und weitere Fragen bekommen Teilnehmende in den Fortbildungen der Leitstelle BiSS eine Antwort.

Fach- und Lehrkräfte in Schulen und Kitas mit Fortbildungen, Material und Angeboten zu unterstützen, ist ein Herzstück der Initiative. Zehn übergeordnete Kurse und mehr als 200 Lerneinheiten stellt BiSS inzwischen als Bausteinsystem bereit. Alles ist wissenschaftlich fundiert. Angeboten werden die Fortbildungen im Blended-Learning-Format, also in einer Mischung aus selbstgesteuerten Online-Lerneinheiten und Präsenzveranstaltungen. Der Vorteil: Die Teilnahme ist dadurch sehr flexibel. Gleichzeitig ist eine ständige fachliche Begleitung und kollegiale Vernetzung sowohl in den digitalen Lernphasen als auch bei den persönlichen Treffen gewährleistet.

Denn eins ist dem BiSS-Team wichtig, sagt Annik Köhne, Koordinatorin des Bereichs Blended Learning (BL): „Die Teilnehmenden sollen nicht allein gelassen werden. Es braucht den Austausch, um sich über Zielsetzungen klar zu werden und sich über passende Umsetzungsschritte zu verständigen“, betont sie. In den Online-Phasen arbeiten die Teilnehmenden mit multimedialen Materialien wie Videos, Audioaufnahmen, interaktiven Übungen und Texten. Diese Inhalte werden dann in den Präsenz- und Online-Treffen vertieft, diskutiert und mit der eigenen pädagogischen Praxis verknüpft.

BiSS-Kurse basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen

Bei der Entwicklung der Kurse hat das BL-Team eng mit dem in der Laufzeit von BiSS-Transfer gegründeten Forschungsnetzwerk zusammengearbeitet. Das heißt: Praxisgeprüfte und wirksame Konzepte zur Sprachbildung werden in Form von digitalen Trainings aufbereitet. Die Fortbildungen verbinden so wissenschaftliche Fundierung mit konkreten Impulsen für die Unterrichts- und Schulentwicklung.

Zertifikatskurse für Fortbildende und Multiplizierende

Um Konzepte und Wissen zur sprachlichen Bildung für möglichst viele Schulen und Kitas deutschlandweit zugänglich zu machen, setzt BiSS auf ein Multiplikationssystem. Das heißt: In den teilnehmenden Ländern werden zunächst Multiplizierende ausgebildet und zertifiziert. Das sind meist Personen, die bereits in der Aus- oder Fortbildung tätig sind, zum Beispiel an einem Studienseminar oder an einem Landesinstitut. Für ihre Qualifizierung durchlaufen sie Zertifikatskurse, die von geschulten BL-Tutorinnen und Tutoren durchgeführt werden. All das läuft über die BiSS-Fortbildungsplattform.

„Jedes Land entscheidet dabei selbst, welche Themenschwerpunkte aus dem BiSS-Pool es aufgreift“, erklärt Annik Köhne. „In den Zertifikatskursen durchlaufen die Teilnehmenden erst selbst einen BL-Kurs zur sprachlichen Bildung und bearbeiten zusätzlich auch mediendidaktische Inhalte. Nach erworbenem Zertifikat bieten sie dann eigene Blended-Learning-Fortbildungen für Lehr- und Fachkräfte ihres Landes an. Hierfür können sie die BiSS-Fortbildungsplattform nutzen, dort Fortbildungsräume einrichten lassen und die fertigen Kurse von BiSS oder Bausteine daraus in ihr Angebot integrieren“, so die Koordinatorin des BL-Teams weiter. Der Zugang zu den Inhalten erfolgt über die passwortgeschützte Plattform www.biss-fortbildung.de. Dort stehen alle Materialien für zertifizierte Teilnehmende bereit.

„Jedes Land entscheidet selbst, welche Themenschwerpunkte aus dem BiSS-Pool es aufgreift.“

Annik Köhne

Mehr als 500 Zertifikate für Fortbildende wurden in BiSS und BiSS-Transfer mittlerweile ausgestellt. Welches Zertifikat Interessierte im eigenen Land erwerben können, hängt davon ab, welche Zertifikatskurse zu welchem Thema gerade ausgeschrieben bzw. in Planung sind. Dazu können die BiSS-Landeskoordinatorinnen und -koordinatoren oder die BiSS-Tutorinnen und Tutoren in den Bundesländern Auskunft geben. Eine Übersicht über die Ansprechpersonen mit direkten Kontaktmöglichkeiten steht auf der Webseite der Leitstelle BiSS unter „Ansprechpersonen in den Ländern“ zur Verfügung.

Als Lehrkraft teilnehmen, um Wissen für den eigenen Unterricht zu nutzen

Die zertifizierten Multiplikatorinnen, Multiplikatoren und Fortbildnerinnen sowie Fortbildner bieten die BiSS-Fortbildungen nach ihrer Qualifizierung in ihrem Bundesland an. Möchte beispielsweise ein Lehrer einen BiSS-Kurs zur sprachlichen Bildung belegen, kann er sich an die zuständige BiSS-Landeskoordination oder die BL-Tutorinnen und Tutoren im Land wenden. Sie können über Angebote, Teilnahme- und Anmeldemöglichkeiten informieren.

Teilnahme – auch ohne BiSS-Schule zu sein?

Möchte eine Lehrerin – vielleicht auch gemeinsam mit Kolleginnen – einen BiSS-Fortbildungskurs besuchen, ihre Schule ist aber nicht Teil der Initiative, kann es sein, dass dies ebenfalls möglich ist. „Das hängt immer vom Kontext im Land ab“, erklärt Annik Köhne. „Wird die Fortbildung speziell für Schulen eines BiSS-Verbundes angeboten? Oder wird sie als offenes Angebot an einem Landesinstitut bereitgestellt? Manchmal bieten Länder die Sprachbildungskurse auch als Vorbereitungsmaßnahme speziell für quereinsteigende Lehrkräfte an. Ein anderes Mal stehen sie als Modul für Referendarinnen an einem Studienseminar oder für Studierende eines Lehramtsstudiengangs zur Verfügung. Es gibt verschiedenste Einsatzszenarien“, sagt die Koordinatorin des BiSS-Blended-Learning weiter. Die wichtigste Anlaufstelle sind auch hier die BiSS-Landeskoordination und die BL-Tutorinnen bzw- Tutoren, die über Zugangsmöglichkeiten informieren.

Welche BiSS-Kurse gibt es?

Das Kursangebot der BiSS-Fortbildungsplattform ist breit gefächert. Die Trainings geben konkrete Handlungsempfehlungen für die sprachsensible Gestaltung des pädagogischen Alltags im Elementarbereich bis hin zur Unterrichtsgestaltung in der Sekundarstufe. Lehrkräfte können zum Beispiel an grundlegenden Einführungen wie „Allgemeine Grundlagen sprachlicher Bildung“ teilnehmen, in denen zentrale Konzepte, Diagnoseverfahren und Planungsinstrumente vermittelt werden. Oder sie befassen sich mit spezifischen Themen wie einem „Training der Schreibflüssigkeit und der Schreibstrategien“, das die Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen beim Erstellen von Texten stärken möchte. Weitere Kurse beschäftigen sich mit der Förderung von Leseflüssigkeit und früher Literalität und der durchgängigen Leseförderung oder mit sprachbildendem Mathematikunterricht. Die Themen sind vielfältig und praxisorientiert für die direkte Umsetzung in Schule und Kita konzipiert.

Viele Multiplizierende bieten Wahlmöglichkeiten in ihren Fortbildungen an. Das heißt, dass sie zur individuellen Schwerpunktsetzung unterschiedliche vertiefende Blended-Learning-Einheiten im Kursraum auf der Lernplattform bereitstellen. Welche Inhalte von welcher Fortbildungsleitung im eigenen Land angeboten werden, können die BiSS-Landeskoordinatorinnen und -koordinatoren beantworten.

Bilder: BiSS-Trägerkonsortium/A. Etges

Neue und beliebte Fortbildungsangebote zur sprachlichen Bildung

Das jüngste Angebot auf der BiSS-Fortbildungsplattform ist eine Lerneinheit zur Schrift- und Zweitschriftvermittlung. Ziel ist es, Lehrkräften praxisnahe Impulse für Literalisierung, Alphabetisierung und Schriftspracherwerb im Kontext von Deutsch als Zweitsprache zu vermitteln.

Besonders beliebt sind die Bausteine aus dem Kurs „Sprache im Alltag und im Fach“, der bereits in der Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift“ (BiSS, 2015-2020) entwickelt wurde. „Diese werden in Fortbildungen am häufigsten eingesetzt“, sagt Annik Köhne. „Hier bekommen pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte Maßnahmen und Praxistipps an die Hand, wie sie die Sprache von Kita-Kindern im Alltag und von Schülerinnen und Schülern im Fachunterricht diagnostizieren, anregen, unterstützen und fördern können.“

Wie sind die Kurse aufgebaut? Wie lange dauern die BiSS-Fortbildungen?

Die Struktur der BiSS-Kurse ist klar gegliedert und trotzdem flexibel. Jeder Kurs besteht aus mehreren Bausteinen, die wiederum in einzelne Einheiten unterteilt sind. „Eine Einheit dauert in der Regel etwa 45 Minuten, sodass sich der Lernstoff gut in den Arbeitsalltag integrieren lässt“, erklärt Annik Köhne.

„Wir empfehlen den Multiplizierenden immer, nicht mehr als eine Einheit pro Woche für ihre Fortbildungen einzuplanen, um den Teilnehmenden neben dem Beruf ausreichend Zeit zum Bearbeiten zu lassen. Wir verfolgen dabei bewusst kein reines E-Learning-, sondern ein Blended-Learning-Konzept. Es müssen also immer auch Präsenztreffen für den fachlichen Austausch stattfinden. Viele Multiplizierende bauen neben den Web-based-Trainings und den Präsenztreffen auch Erprobungsphasen für den Unterricht bzw. die pädagogische Praxis ein. So kann die Umsetzung besser angestoßen und begleitet werden. All das lässt sich natürlich nicht in ein, zwei Tagen realisieren. Daher finden die Fortbildungen im Durchschnitt ein halbes Jahr lang berufsbegleitend statt – das variiert jedoch je nach Kursinhalt und landesspezifischer Gestaltung“, so die BL-Koordinatorin.

Die BiSS-Blended-Learning-Fortbildungen: Für alle, die sich im Bereich sprachliche Bildung praxisnah und flexibel weiterqualifizieren möchten

Die BiSS-Fortbildungsplattform steht für praxisorientiertes, wissenschaftlich fundiertes und kollegial unterstütztes Lernen. Sie ermöglicht Lehrkräften, Schulleitungen und pädagogischen Fachkräften, neue Kompetenzen zu erwerben, um den Unterricht und Kita-Alltag sprachsensibel zu gestalten, sich mit Kolleginnen und Kollegen bundesweit zu vernetzen und gemeinsam die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Durch die Verbindung von Theorie, Praxis und kollegialem Austausch in den Fortbildungen werden Inhalte nicht nur verinnerlicht, sondern können im pädagogischen Alltag nachhaltig umgesetzt werden.

Bild Annik Köhne: Trägerkonsortium BiSS-Transfer/A. Etges

Das Foto zeigt unsere Mitarbeiterin Denise Krell.
Autorin
Denise Krell
Kommunikationsmanagerin der Leitstelle BiSS am Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
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